Bouldern zwischen Geschichte, Höhe und Abenteuer
Geschätzte Lesedauer: 5 Minuten
Wenn man beginnt, auch außerhalb Deutschlands Boulder- und Kletterhallen zu besuchen, kommt man an einer Anlage kaum vorbei: dem Flakturm Wien.
Wir waren bereits vor zwei Jahren dort – damals war Gretel gerade einmal sechs Jahre alt und boulderte schon knapp zwei Jahre mit großer Begeisterung.
Eigentlich war der Besuch eher spontan. Nachdem wir uns das beeindruckende Haus des Meeres angesehen hatten, wollten wir natürlich auch die Kletteranlage ausprobieren, die sich am selben Objekt befindet.
Und allein dieses Objekt ist schon etwas ganz Besonderes.
Ein ehemaliger Flakturm als Kletteranlage
Der Flakturm stammt noch aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs und wurde heute zu einem echten Erlebniszentrum umfunktioniert.
Im Inneren befindet sich das bekannte Haus des Meeres, ein Zoo über mehrere Etagen.
Von außen dagegen wird der massive Betonbau beklettert – und genau das sorgt für eine Atmosphäre, die man so kaum irgendwo anders erlebt.
Schon die schiere Höhe des Turms beeindruckt gewaltig: 30 m Kletterwände.
Vom Boden aus wirken die Wände riesig und trotz der ungewöhnlichen Umgebung war die Anlage bei unserem Besuch gut besucht.


Outdoor-Bouldern mitten in Wien
Mit Gretel waren wir hauptsächlich im Boulderbereich unterwegs.
Da sich dieser direkt an der Außenwand des Turms befindet, bouldert man komplett unter freiem Himmel.
Ein Dach schützt zwar vor zu viel Sonne oder Regen, trotzdem bleibt das Gefühl:
- draußen
- urban
- irgendwie abenteuerlich
Die gesamte Anlage wirkt angenehm alternativ und ein wenig rau – genau das macht aber ihren besonderen Charme aus.
Kinderfreundlichkeit & eine tolle Begegnung
Da unser Besuch eher spontan war, hatten wir ausgerechnet Gretels Kletterschuhe nicht dabei.
Eigentlich keine guten Voraussetzungen für eine spontane Boulder-Session.
Doch der Mitarbeiter vor Ort machte wirklich alles möglich, damit Gretel trotzdem an die Wand konnte.
Es wurde organisiert, gesucht und improvisiert – am Ende hatte sie passende Schuhe und konnte loslegen.
Solche Begegnungen bleiben hängen und zeigen oft mehr über eine Halle als jede Ausstattung.


Kleiner Kinderbereich – Gretel wollte natürlich mehr
Es gab sogar einen kleinen Kinderbereich, in dem erste Erfahrungen an der Wand gesammelt werden konnten.
Für viele Kinder wäre das wahrscheinlich perfekt gewesen.
Nicht jedoch für Gretel.
Denn trotz ihrer damals gerade einmal sechs Jahre wollte sie natürlich direkt „bei den Großen“ starten und sich an den höheren und schwierigeren Boulderproblemen versuchen.
Und genau das macht die Anlage auch spannend:
Kinder können hier vorsichtig anfangen – oder sich langsam an echtes Outdoor-Feeling herantasten.
Atmosphäre – alternativ, roh und faszinierend
Der Flakturm ist keine sterile Hochglanzhalle.
Die Anlage lebt vielmehr von:
- ihrer Geschichte,
- dem offenen Outdoor-Charakter,
- der Höhe,
- den massiven Betonwänden und
- der besonderen Stimmung mitten in Wien.
Gerade dadurch wirkt das Erlebnis unglaublich authentisch und aufregend.


Fazit: Flakturm Wien – eine kleine Anlage mit riesigem Erlebnisfaktor
Der Flakturm Wien ist vielleicht keine klassische Familien-Boulderhalle mit riesigem Kinderland und perfekter Struktur.
Aber genau das macht ihn besonders.
Die Kombination aus:
- historischem Bauwerk,
- Outdoor-Bouldern,
- beeindruckender Höhe,
- alternativem Flair,
- kinderfreundlicher Offenheit und
- echtem Abenteuergefühl
macht den Flakturm zu einem Ort, den man so schnell nicht vergisst.
Für Gretel war der spontane Besuch damals ein echtes Highlight – und für uns eine der ungewöhnlichsten und faszinierendsten Boulderanlagen, die wir bisher erlebt haben.
Ganz klar: eine Empfehlung für Familien, die beim Bouldern auch einmal etwas Außergewöhnliches erleben möchten.
Anschrift: Esterhazypark am Haus des Meeres, 1060 Wien
Webseite: Flakturm Wien




